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Haupt Lakrits: Erlesene Lakritze aus Schweden beim Naschhaus

Haupt Lakrits: Erlesene Lakritze aus Schweden

Sie ist süß, klebrig und herb: Lakritze. Aber sie kann auch salzig, sauer, schokoladig und so viel mehr sein. Über 1.000 Lakritz-Sorten gibt es auf der Welt. Nicht alle Lakritz-Produkte fallen in den Bereich „Süßigkeit“. In Skandinavien ist Lakritze so allgegenwärtig wie vielseitig in Form und Geschmack. Das junge schwedische Unternehmen Haupt Lakrits hat Lakritz zur Delikatesse erhoben. Spätestens damit ist die schwarze Nascherei erwachsen geworden.

Lieb’ ich oder eklig: Lakritze in Deutschland

Lakritz spaltet unser Land: 52,6 Prozent der Deutschen essen laut Umfrage niemals Lakritz. Dabei gibt es große regionale Schwankungen. Der Main ist die gedachte Trennlinie innerhalb Deutschlands – der Lakritzäquator. Traditionell isst man in den nördlichen Bundesländern lieber und öfter Lakritz. Im Süden kann man auf den Bärendreck meist ganz gut verzichten. Wer hier doch auf der Suche nach dem schwarzen Naschgold ist, geht im Supermarkt häufig leer aus. Denn auch die Süßwarenhersteller bieten unterhalb des Lakritzäquators oft nur eine abgespeckte Lakritz-Auswahl an. 

In Skandinavien findet man Lakritz-Produkte hingegen an jeder Ecke und wir reden hier nicht nur von Lakritz-Schnecken, Lakritz-Konfekt und schwarzen Katzenohren. Nein, im hohen Norden gibt es auch Lakritzsoße für Vanilleeis, Schokoladentafeln mit knackigen Lakritzkristallen, Lakritzschnaps und Lakritzpulver zum Kochen.

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Wo das Lakritz herkommt

Seinen Ursprung hat Lakritz aber nicht in Norwegen oder Schweden, sondern im Nahen Osten. Denn Süßholz mag es warm. Ein Extrakt aus den Wurzeln ist der Ausgangsstoff für Rohlakritze. Nach etwa drei Jahren kann Süßholz mit seinen meterlangen Wurzelsträngen geerntet werden. Nach der Ernte werden die Wurzeln zunächst zerkleinert, bevor die Späne tagelang bei mittlerer Temperatur, ohne zu kochen, vor sich hin simmern. So gewinnt man ein zähflüssiges Extrakt – das etwas andere schwarze Gold. Zehn Kilogramm Süßholzwurzel ergeben etwa ein Kilogramm Rohlakritze. Heute gilt der Iran als wichtiger Süßholzlieferant. Vereinzelt findet man auch in Deutschland Anbaugebiete für Süßholz – meist im Süden, wo Lakritz nicht so beliebt ist. Aber Süßholz kann eben noch mehr.

Süßholz als Zahnbürste, Medizin und Delikatesse

Der erste Vorläufer der heutigen Lakritze stammt wohl aus der Apotheke: Im 18. Jahrhundert setzt der Brite George Dunhill der Lakritze Zucker zu. Der Rest ist Geschichte.

Schon die Ägypter wussten Süßholz zu schätzen. Süßholzstangen waren eine kostbare Grabbeigabe und schon damals gab es eine Art Süßholz-Limo. Süßholz diente außerdem über die Jahrtausende als Wegzehrung und war Teil des Marschgepäcks – von den alten Römern bis zum Zweiten Weltkrieg. 

Haupt Lakrits: Erlesene Lakritze aus Schweden beim Naschhaus 1

Fotos Copyright by Haupt Lakrits Sweden

Beim Kauen franst das Süßholz aus, sodass man die Fasern zum Zähneputzen nutzen kann. Tatsächlich wirkt die enthaltene Glycyrrhizinsäure antibakteriell, schleimlösend und einiges mehr. Süßholz hat man spätestens seit dem Mittelalter auch in Europa medizinisch genutzt. Die Schiffsladungen gingen meist in den großen Häfen im Norden von Bord, sodass man sich hier schon früh an den eigenwilligen Geschmack gewöhnt hat. Erstaunliche Lakritze-Kreationen sind der logische Schluss.

Schokolade, Lakritze oder beides: Haupt Lakrits

Der Schwede Christian Haupt und seine Frau Camilla lieben Schokolade und Lakritze. Ursprünglich wollten sie eine Schokoladenmanufaktur gründen. Doch warum nicht beides miteinander vereinen? So entstand 2014 Haupt Lakrits mit dem hochgesteckten Ziel, das beste Lakritz der Welt zu schaffen.

Seither geht man im schwedischen Kista neue Wege, wenn es um Lakritze geht. Das schwarze Naschgold ist seinen Kinderschuhen entwachsen und zur echten Delikatesse geworden. Hierfür kombiniert Haupt Lakrits die schwarze, herbe Rohmasse mit Salz, Schokolade und sogar mit Gin und Tonic. Das Ergebnis sind erlesene Pralinen, die man im hochwertigen Bügelglas aus Edelstahl mit Sichtfenster bekommt – nicht in der Tüte.

Vor etwa 30 Jahren entdeckten viele die dunkle, hochwertige Schokolade, nachdem sie zuvor nur Milchschokolade gegessen hatten. Wir sind sicher, dass das Gleiche mit Lakritz passieren wird und wir glauben, dass viele Menschen mehr auf die Herkunft der Zutaten, die Herstellungsmethoden und die verwendeten Zusatzstoffe achten werden“, sagt Christian.

Als Lakritz zur Delikatesse wurde

Der Geschmack ist intensiv und setzt unerwartete Aromen frei. Die Herstellung setzt auf echte Handwerkskunst. Die Rohmasse wird acht Stunden lang geköchelt und danach in Schlangenform gezogen. Jetzt braucht das Lakritz eine Verschnaufpause und kühlt ab. Nachdem die Lakritze in mundgerechte Stücke geschnitten wurde, muss sie noch zehn Wochen trocknen, bevor sie mit Schokolade überzogen oder anders verfeinert wird und ins Glas darf. 

Das aufwendige Prozedere erinnert an Third Wave Coffee, also den Spezialitätenkaffee, der sich durch geduldige Röstung und fairen Direkteinkauf auszeichnet. Dieser Bewegung haben wir auch zu verdanken, dass das Kännchen Kaffee vom Cappuccino mit Latte Art abgelöst wurde. Und dann gibt’s neuerdings sogar Cold Brew Coffee. 

Christian Haupt vergleicht die neue Lakritz-Ära gerne mit dem Umbruch in der Schokoladenindustrie vor ein paar Jahrzehnten: mit mehr Kakaoanteil und völlig neuen Rezepturen. So eine edle Tafel Schokolade verschlingt man nicht einfach, sondern genießt sie Bissen für Bissen und lässt sie auf der Zunge zergehen. 

Das Gleiche gilt für die Lakritz-Spezialitäten von Haupt Lakrits: Sie sind für echte Genussmomente gedacht. Hast du die kreativen Sorten im Naschhaus schon entdeckt? Unser absoluter Favorit sind die Haupt Lakrits Gin & Tonic Lakritzpralinen. Diese Sorte und viele mehr findest du in der Schreinerstraße 15 in Berlin-Friedrichshain und natürlich auch in unserem Onlineshop.

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