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Schwedische Naschtüte mischen: Guide für deinen Süßigkeiten-Mix

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Wie du deine schwedische Naschtüte füllst: Typen, Tipps und echte Ladenmomente

Eine leere Papiertüte, 150 Fächer voller bunter Süßigkeiten und irgendwo dazwischen die Frage: Wie gehst du da ran? Wer schon mal im Naschhaus in Berlin-Friedrichshain vor dem Lösgodis-Regal stand, kennt die Mischung aus Vorfreude und Überforderung ziemlich gut. Süß, sauer, Lakritz, Fruchtgummi, Schaumzucker, Klassiker aus Schweden, neue Favoriten aus dem letzten Urlaub oder einfach irgendwas, das gerade cool aussieht.

Nach neun Jahren Ladenalltag können wir sagen: Es gibt nicht die eine Art, sich eine schwedische Naschtüte zu mischen. Ob du online bestellst oder am Samstag im Laden stehst, am Ende hast du immer eine kleine Entscheidung zu treffen. Oder ziemlich viele auf einmal.

Der Stratege: Alles im Griff, auch in der Naschtüte

Am auffälligsten sind die Strategen. Sie nehmen sich eine Tüte, schauen erstmal ausgiebig, was überhaupt im Regal liegt, lesen jedes Schild, vergleichen Sorten. Bevor das erste Stück in die Tüte wandert, ist schon klar: Nichts wird dem Zufall überlassen.

Da kommt ein bisschen Schaumzucker rein, dann was Fruchtiges, vielleicht etwas Salziges. Die Reihenfolge ist nicht egal. Es gibt Strategen, die beim Packen schon wissen, in welcher Reihenfolge sie später die Stücke essen werden. Klingt nach Kontrolle, ist aber pure Vorfreude in Slow Motion.

Diese Typen nehmen selten zu viel von einer Sorte. Es soll ja spannend bleiben bis zum letzten Bissen.

Für dich, wenn: Du Vielfalt magst, Überraschungen aber lieber vorher abhakst.

Der Chaosmixer: Hauptsache bunt, Hauptsache alles

Chaosmixer stürzen sich rein. Tüte auf, Zange in die Hand, los. Was gut aussieht, kommt rein. Nach drei Fächern ist die Tüte schon halb voll. Ob da jetzt Lakritz direkt neben saurem Fruchtgummi landet? Ja, klar. Und zwei Reihen weiter noch ein bisschen Schokolade dazu.

Der Reiz: Niemand weiß mehr, was alles drin ist, wenn die Tüte fertig ist. Das sorgt später für kleine Überraschungen auf dem Sofa. Es kann aber auch passieren, dass die geplante „kleine Mischung für den Abend" plötzlich ein Kilo wiegt. Haben wir so an der Kasse schon öfter erlebt.

Für dich, wenn: Du dich nicht gern entscheiden willst und das Beste am Mixen der Mix selbst ist.

Der Geschmackstreue: Ohne Lieblingssorte geht nichts

Die kommen in den Laden, wissen ganz genau, was sie wollen und lassen sich vom Rest kaum ablenken. Djungelvrål, Ahlgrens Bilar, Favoriten, die nicht diskutiert werden. Wenn die Sorte beim letzten Besuch im vierten Fach von links lag, wird direkt dorthin gesteuert. Fehlt sie, kommt sofort die Frage: „Habt ihr die noch hinten?"

Ersatz wird selten akzeptiert. Lieber weniger, aber dafür exakt das Richtige. Manchmal darf noch eine zweite Sorte dazu, aber das war's dann auch.

Für dich, wenn: Du weißt, was du willst, und nichts anderes in die Tüte kommt.

Team Sauer: Je mehr's zieht, desto besser

Süß ist schön, aber sauer ist besser? Gezuckerte Streifen, saure Zungen, Fruchtgummi mit Zitrone oder Apfel, alles kommt in die Tüte, so lange es ordentlich zieht. Was für den einen schon ordentlich sauer ist, sorgt beim nächsten nur für die Frage: „Habt ihr noch was Saureres?“ Die hören wir im Laden regelmäßig. Die Auswahl ist groß.

Für dich, wenn: Süßigkeiten für dich ruhig ein bisschen herausfordern dürfen.

Der Lakritzliebhaber: Schwarz ist die einzige Farbe

Wer Lakritz liebt, überspringt oft alle anderen Fächer. Direkt zum Lakritzregal, einmal durchs Sortiment, manchmal gezielt nach besonders salzigen, manchmal nach milden Varianten gefragt. Salmiak, süß, salzig, hart, weich, die Auswahl ist so groß, dass selbst eingefleischte Fans manchmal ins Grübeln kommen.

Die Gespräche drehen sich dann um Lieblingssorten, neue Funde und gelegentlich auch darum, wie viel Lakritz zu viel ist.

Für dich, wenn: Ohne Lakritz ist die Tüte für dich sowieso nicht komplett.

Die klassische schwedische Mischung: von allem etwas

Viele machen es wie in Schweden: ein bisschen hiervon, ein bisschen davon, bloß nicht zu viel von einer Sorte. Zwei Stück hier, drei Stück da, mal Schaumzucker, mal Fruchtgummi, vielleicht ein salziges Lakritzstück als Kontrast.

Die Tüte ist oft nicht mal zur Hälfte gefüllt, aber mindestens zehn verschiedene Sorten stecken drin. Der Vorteil: Man kann sich durch viele Sorten probieren, ohne gleich eine größere Menge von jeder nehmen zu müssen. Falls du Lust auf neue Begriffe aus der Welt der schwedischen Süßigkeiten hast, findest du ein kleines Wörterbuch dazu in unserem Mini-Wörterbuch für schwedische Süßigkeiten.

Die Mischung im Onlineshop: Probieren geht auch von zu Hause

Wer nicht gerade in Friedrichshain wohnt, kann trotzdem seine eigene Mischung zusammenstellen. Im Onlineshop gibt's viele Sorten, die du dir lose in 100-Gramm-Portionen aussuchen kannst. Das Prinzip bleibt gleich: Lieblingssorten auswählen, neue entdecken, experimentieren.

Im Laden packt man oft zwei, drei Stück von einer neuen Sorte ein, online sind es dann halt 100 Gramm. Das bringt zwar weniger „Zange-in-der-Hand"-Gefühl, aber die Auswahl ist trotzdem riesig. Wer mag, kann sich so eine ganz eigene Lösgodis-Box fürs Wochenende zusammenstellen.

Ein kleiner Blick in die Ladentüte

Letzten Samstag stand ein Vater mit seiner Tochter am Lakritzregal. Sie wollte unbedingt was Saures, er bestand auf salziges Lakritz. Schließlich haben sie beide gewonnen: Zwei Tüten, zwei komplett verschiedene Welten, und ziemlich viel Spaß beim Probieren.

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Schwedische Naschtüte mischen: Guide für deinen Süßigkeiten-Mix 1

Solche Momente machen für uns die Lösgodis-Kultur aus. Es gibt keine richtige oder falsche Mischung. Nur deine.

Über Andreas

Andreas steckt hinter dem Naschhaus - und hinter jedem Produkt im Sortiment. Seit über 9 Jahren stellt er die Auswahl selbst zusammen, reist regelmäßig nach Schweden und entdeckt dort neue Highlights, Klassiker und Besonderheiten, die man in deutschen Onlineshops nur selten findet. In dieser Zeit hat er sich intensiv mit schwedischen Süßigkeiten beschäftigt, mit ihren Unterschieden, ihrer Qualität und den Fragen, die Kundinnen und Kunden ihm täglich im Laden in Berlin-Friedrichshain stellen. Schwedische Süßigkeiten sind für ihn kein gewöhnliches Sortiment, sondern echte Leidenschaft.

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