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Typisch schwedische Süßigkeiten: Womit man anfängt, wenn man Schweden wirklich schmecken will

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Es gibt diese Momente, die tauchen nicht einfach nur auf der Zunge auf, sondern bringen gleich eine ganze Erinnerung mit, und bei mir ist das bis heute oft dieses ganz bestimmte IKEA-Gefühl, das wahrscheinlich viele kennen, wenn man eigentlich wegen eines Regals da war, am Ende aber mit leuchtenden Kinderaugen vor den losen Süßigkeiten stand und plötzlich Entscheidungen getroffen wurden, als hinge das persönliche Schicksal von der Mischung in der Tüte ab. Weil der eine unbedingt die sauren wollte, der andere die weichen, man selbst natürlich nur “ein bisschen mithelfen” wollte und innerlich längst beschlossen hatte, dass auch noch Schokolade mitmuss – einfach für später, als Proviant, als Nervennahrung, als völlig vernünftige Begleitung für den Heimweg. Genau an dieses Gefühl muss ich oft denken, wenn mich jemand fragt, was eigentlich typisch schwedische Süßigkeiten sind, denn für viele fing die ganze Geschichte genau dort an, zwischen Möbelhaus, Familienausflug und dieser ersten, leicht ehrfürchtigen Neugier auf eine Süßigkeitenwelt, die irgendwie vertraut und gleichzeitig ganz anders war.

Und weil diese Frage bei uns im Laden und im Shop immer wieder auftaucht, haben wir diese Seite überhaupt gemacht, nicht aus einer Laune heraus und auch nicht, weil man irgendwo noch eine Kategorie im Menü unterbringen wollte, sondern weil wir jeden Tag sehen, wonach Menschen wirklich greifen, was sie immer wieder nachbestellen, was aus dem Lager geholt wird, was Stammkundinnen und Stammkunden neuen Leuten empfehlen und was auch nach Jahren einfach nicht verschwindet, obwohl mittlerweile ständig irgendwo ein neuer Hype um die Ecke kommt. Es gibt nämlich Produkte, die sind nicht nur beliebt, sondern sie gehören einfach dazu, so wie in Schweden manche Dinge eben selbstverständlich in jeden Supermarkt, in jede Ferienhütte und auf jede Sofakante beim Filmabend gehören. Und wenn man nicht weiß, womit man anfangen soll, dann ist genau das doch die eigentliche Hilfe: nicht tausend Möglichkeiten, sondern ein paar ehrliche Klassiker, mit denen man ziemlich sicher richtigliegt.

Was ich an schwedischen Süßigkeiten seit jeher so mag, ist dieser freundliche Eigensinn, dieses entspannte Weglächeln aller Regeln, nach denen etwas entweder süß oder salzig oder weich oder knackig zu sein hätte, denn in Schweden scheint man irgendwann beschlossen zu haben, dass das alles viel lustiger wird, wenn man die Gegensätze einfach zusammenpackt und schaut, was passiert. Deshalb landen bei vielen Menschen früher oder später ganz automatisch Sachen im Korb, die man hier früher eher als Spezialfall angesehen hätte, während sie dort einfach völlig normal sind, und genau darin steckt für mich auch der Reiz: Schokolade darf Lakritz treffen, Karamell darf salzig werden, Chips dürfen nach Dill schmecken, Pfefferminz darf plötzlich eine Schokoladenfüllung haben, und niemand hebt mahnend den Finger, weil in Schweden offenbar längst verstanden wurde, dass gute Süßigkeiten nicht glattgebügelt sein müssen, sondern nur Spaß machen sollen.

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Wenn mich also jemand fragt, womit man anfangen sollte, dann denke ich zuerst an diese Produkte, die bei uns wirklich seit Jahren laufen, nicht einmal kurz, nicht nur saisonal, sondern verlässlich, immer wieder, so als würden sie selbst sagen: “Mach dir keinen Kopf, ich bin ein guter Anfang.” Dazu gehören für mich unbedingt Ahlgrens Bilar Original, weil diese kleinen Schaumzucker-Autos in Schweden einfach so bekannt sind, dass man sie kaum erklären muss, und weil sie genau diese Mischung aus Harmlosigkeit und Suchtpotenzial mitbringen, die man bei guten Klassikern öfter findet. Genauso natürlich Cloetta Polly Original, weil Polly für viele genau dieses typische “Ach, nur mal probieren” ist, das dann in ein sehr überraschtes “Warum ist die Tüte schon leer?” übergeht. Und wenn es ein bisschen schokoladiger sein soll, dann greifen sehr viele seit Jahren zu MARABOU Fransk Nougat – Französisch Nougat, zu Daim 2er-Riegel oder eben direkt zu so einem Produkt, bei dem Schweden sehr deutlich zeigt, dass Schokolade nicht immer perfekt poliert sein muss, sondern gern Charakter haben darf.

Dann gibt es die Sachen, nach denen wir fast schon automatisch greifen, wenn jemand etwas “wirklich Schwedisches” sucht, und da sind Estrella Dillchips für mich so ein Fall, weil Außenstehende bei Dill auf Chips manchmal noch kurz die Stirn runzeln, bis sie merken, dass das erstaunlich schnell von Skepsis in Begeisterung umschlagen kann, besonders wenn man dazu noch den passenden Dip denkt und plötzlich ein Filmabend sehr viel skandinavischer wird, als ursprünglich geplant. Und wenn wir schon bei Klassikern sind, dann gehört auch Fazer Dumle snacks in diese Runde, weil Dumle so eine Süßigkeit ist, die man in die Hand nimmt, probiert und sofort versteht, warum sie seit Jahren einfach läuft, ohne groß erklärt werden zu müssen. Dasselbe gilt für Fazer Marianne, die streng genommen aus Finnland kommt, aber in Schweden so selbstverständlich dazugehört, dass sie bei Gesprächen über skandinavische Lieblingssachen eigentlich immer mit am Tisch sitzt, und zwar völlig zu Recht.

Und dann wären da natürlich noch die Produkte, bei denen man spätestens merkt, dass schwedische Süßigkeiten nicht nur nett und freundlich sein wollen, sondern manchmal auch ein bisschen frech, ein bisschen laut und manchmal sogar leicht herausfordernd, was ich persönlich sehr sympathisch finde, weil ja nicht jeder Bissen brav und vorhersehbar sein muss. Wer es saurer, salziger oder eigenwilliger mag, landet früher oder später oft bei Malaco Djungelvrål, und das ist dann meistens der Moment, in dem sich entscheidet, ob aus vorsichtiger Neugier eine echte Liebesgeschichte wird oder ob man lachend sagt, dass Schweden manchmal eben doch einen kleinen Knall hat, im besten Sinn. Warte, wo war ich gerade. Ach ja, genau da: bei diesem herrlich nordischen Talent, aus Süßigkeiten keine Massenware, sondern kleine Charakterköpfe zu machen.

Was ich an unserem Laden in der Wühlischstraße in Friedrichshain so liebe, ist, dass man all das jeden Tag ganz unmittelbar sieht, und zwar nicht als hübsche Theorie, sondern in echten Gesichtern, in echten Tüten und in diesen kleinen Szenen, die sich dauernd wiederholen und trotzdem nie langweilig werden, weil da Kinder reinkommen, die einen Euro von ihren Eltern bekommen haben und dann mit einer Ernsthaftigkeit mischen, die ich tief bewundere, weil da wirklich abgewogen wird, ob nun lieber drei saure Teile oder doch ein großer Lakritzbrocken ins Budget passt, während wenige Schritte weiter Leute stehen, die schon genau wissen, was sie wollen, und sich ohne großes Zögern ihre Lieblingsmischung zusammenstellen. Manche holen sich nur die sauren Sachen, manche bleiben minutenlang vor dem Lakritzregal stehen und freuen sich sichtbar, dass es bei uns eben nicht nur “auch Lakritz” gibt, sondern richtig Auswahl, und andere kommen einmal im Monat und packen sich gleich eine große Tüte zusammen, als würden sie für einen langen Winter vorsorgen, was ich ehrlich gesagt sehr nachvollziehbar finde.

Deshalb war uns diese Landingpage auch so wichtig, weil sie genau für die Menschen da ist, die zwar Lust auf schwedische Süßigkeiten haben, aber nicht gleich tief ins Thema eintauchen wollen, nicht zuerst zehn Sorten Lakritz studieren, vier Schokoladen vergleichen und nebenbei noch ein kleines Wörterbuch für skandinavische Produktnamen anlegen möchten, sondern einfach einen guten Einstieg suchen, etwas, das man Freunden mitbringen kann, etwas, das die erste Tüte leichter macht und bei dem man nicht das Gefühl hat, blind ins Regal zu greifen. Für genau solche Momente mögen wir auch den Naschhaus Schweden-Klassiks im Geschenkbeutel, weil da vieles von dem zusammenkommt, was Schweden als Naschland so charmant macht: diese Mischung aus Klassikern, kleinen Überraschungen und dem sehr beruhigenden Gefühl, dass man eigentlich gar nicht viel falsch machen kann, solange man sich auf die Sachen verlässt, die sich seit Jahren bewährt haben.

Und vielleicht ist das am Ende überhaupt die ehrlichste Antwort auf die Frage, was typisch schwedisch ist, denn es geht nicht nur um ein einzelnes Produkt, nicht nur um ein Etikett und auch nicht nur um Nostalgie, sondern um dieses ganz bestimmte Gefühl, sich eine Tüte oder einen kleinen Vorrat zusammenzustellen, der nach einem selbst aussieht und trotzdem etwas von Schweden erzählt. Es geht um Lördagsgodis, also um diese gewachsene Tradition, dass Süßigkeiten etwas Besonderes bleiben sollen, und es geht gleichzeitig um genau das Gegenteil, nämlich um den sehr menschlichen Wunsch, sich nicht erst bis Samstag zusammenzureißen, wenn einem am Mittwoch schon nach einem kleinen Stück Schokolade, einem salzigen Lakritz oder einem weichen Schaumzucker-Auto ist. Vielleicht ist typisch schwedisch also genau das, was man zuerst aus Neugier kauft und danach immer wieder mitnimmt, weil es sich still und freundlich einen festen Platz im Alltag gesucht hat.


Häufige Fragen zum schwedischen Naschen

Für welche Süßigkeiten ist Schweden besonders bekannt?
Neben Schokolade und Plockgodis gehört auch Lakritz (schwedisch: Lakrits) zu den Favoriten aus dem Süßwarenregal. Süßholz, der Grundstoff der Lakritz wurde ursprünglich als Medizin gegen Magenverstimmungen verwendet. Schwedische Süßigkeiten sind außerdem berühmt für ihre salzige Lakritze, zähen Toffees und die berüchtigten schwedischen Fische – sie sind mehr als nur eine Leckerei, sie sind ein kulturelles Erlebnis.

Was ist ein typisch schwedisches Mitbringsel?
Typische schwedische Mitbringsel sind das klassische rote Dalapferd (Dalahäst), salzige Lakritze, Knäckebrot und Elch-Souvenirs. Ebenfalls beliebt sind handgemachte Textilien, schwedisches Kristallglas, Zimtschnecken (Kanelbullar) oder regionale Spezialitäten wie Preiselbeermarmelade. Wer etwas Essbares sucht: Salzlakritz, Lösgodis (lose Süßigkeiten), Kexchoklad und Punschrollen (Dammsugare) spiegeln die schwedische Kultur und Tradition perfekt wider.

Gibt es Trends bei schwedischen Süßigkeiten?
Ja, absolut! Auf TikTok herrscht aktuell ein regelrechter Süßigkeiten-Hype um „Swedish Bubs“ – eine Mischung aus verschiedenen süßen und sauren Gummibärchen in unterschiedlichsten Formen und Farben. Während Trends kommen und gehen, bleiben die echten Klassiker aber die verlässliche Basis jedes Naschvorrats.

Was gehört zu einer echten schwedischen Fika?
Traditionell besteht die schwedische Fika aus einer dampfend heißen Tasse Kaffee und einer Zimtschnecke, aber natürlich kann der Kaffee auch durch Tee oder sogar Limonade und die Zimtschnecke durch einen anderen süßen oder sogar herzhaften Snack ersetzt werden.

Sind Süßigkeiten in Schweden teuer?
Viele schwedische Süßigkeiten sind etwas Besonderes und oft nicht ganz so günstig wie Standardware aus dem deutschen Supermarkt. Das liegt unter anderem an Import, Markenqualität und daran, dass viele Produkte eben keine Massenware für jeden Markt sind. Dafür bekommt man aber auch genau diesen typischen Geschmack, wegen dem viele sie immer wieder kaufen.

Woran erkenne ich authentische schwedische Süßigkeiten?
Echte schwedische Süßigkeiten (svenskt godis) erkennt man oft an genau dieser besonderen Mischung aus süß, sauer, salzig und lakritzig, die man in dieser Form nicht überall findet. Typische Marken sind zum Beispiel Bubs, Malaco, Cloetta oder Ahlgrens. Im Naschhaus achten wir darauf, dass du genau diese Originale aus Schweden und Skandinavien bekommst.

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Über Andreas

Andreas steckt hinter dem Naschhaus - und hinter jedem Produkt im Sortiment. Seit über 9 Jahren stellt er die Auswahl selbst zusammen, reist regelmäßig nach Schweden und entdeckt dort neue Highlights, Klassiker und Besonderheiten, die man in deutschen Onlineshops nur selten findet. In dieser Zeit hat er sich intensiv mit schwedischen Süßigkeiten beschäftigt, mit ihren Unterschieden, ihrer Qualität und den Fragen, die Kundinnen und Kunden ihm täglich im Laden in Berlin-Friedrichshain stellen. Schwedische Süßigkeiten sind für ihn kein gewöhnliches Sortiment, sondern echte Leidenschaft.

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