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Marabou Biscoff ein neues Highlight aus Schweden im Test

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Marabou Biscoff – wenn schwedische Schokolade auf Karamellkeks trifft

Neue Marabou-Sorten fallen in Schweden nicht durch große Plakate auf. Es reicht, dass die Tafel im Regal plötzlich dazwischenliegt. Die Stammkundschaft nimmt sie einfach mal mit, als wäre das selbstverständlich. Genauso war es bei uns: Schwedenreise, Zwischenstopp bei ICA und Hemköp, kurz vor dem Zug noch ein Griff zur Süßigkeitenabteilung. Da lag sie: Marabou Biscoff, mit dem typischen neuen-Produkt-Glanz. Unser Großhändler hinkte damals noch hinterher. Inzwischen steht die Sorte regelmäßig bei uns im Friedrichshainer Laden.

Die Zusammensetzung ist simpel: Marabou-Schokolade, wie man sie kennt – cremig, weich, ziemlich süß – und dazu knusprige Lotus Biscoff-Stückchen. Diese Spekulatius-Kekse, die man vom Flugzeug kennt oder aus schwedischen Cafés, wenn der Kaffee kommt und daneben so ein kleines Keks-Päckchen liegt. Die Kombi klingt logisch. Ist sie auch. Nur eben nicht ganz so, wie man vielleicht denkt.

Geschmack und Textur: Schokolade bleibt Hauptdarsteller

Beim Auspacken: Schokolade, direkt präsent, mit einem milden Karamellton. Die Tafel sieht aus wie jede Marabou – glatte Oberfläche, Logo, keine Show. Aber beim Anbrechen knackt es hörbar, die Keksstückchen machen sich bemerkbar.

Erster Biss. Die Schokolade schmilzt sofort, typisch Marabou, ein bisschen buttrig, vollmundig, ziemlich süß. Dann kommt der Crunch: Biscoff, aber nicht als große Brocken, sondern als kleine Einsprengsel. Sie bringen Textur, ein bisschen Widerstand, und diese spezielle Karamell-Würze mit. Nicht zu süß, leicht bitter am Rand, das passt schon. Trotzdem: Die Schokolade dominiert. Wer den puren Keks mag, wird hier etwas suchen müssen. Der Geschmack bleibt dezent im Hintergrund, der Keks ist eher Statist als Star.

Was fehlt? Ein bisschen mehr Biscoff

Mal ehrlich: So eine Schicht Biscoff-Creme wie bei manchen KitKat-Sorten hätte hier nicht geschadet. Dann würden Keks und Schokolade besser zusammengehen. Die Keksstücke sitzen eher in der Schokolade, statt richtig mit ihr zu verschmelzen.

Trotzdem, sie funktioniert. Weil sie einfach bleibt. Keine Überraschung, kein Experiment mit fünf Sorten Crunch. Einfach eine klassische Marabou, ein bisschen knuspriger, mit dieser Karamellnote. Wir haben in Schweden direkt mehrere Tafeln gekauft – schon, weil sie neu war und im Regal hervorstach. Meine Kinder fanden sie gut, ich auch. Keine Offenbarung, aber angenehm zu essen.

Für wen sie taugt

Wer Marabou mag und Biscoff auf dem Schirm hat, kann hier nicht viel falsch machen. Solltest du aber auf einen starken Keks-Kick hoffen, wirst du vermutlich eher zur klassischen Biscoff-Packung greifen. Die Schokolade bleibt klar der Chef, der Keks mischt nur mit.

Im Naschhaus läuft die Sorte ordentlich. Nicht wie Daim oder Oreo, die manchmal schon nach einer Woche nachgelegt werden müssen, aber die Biscoff-Tafeln finden regelmäßig Abnehmer. Manchmal frage ich Leute an der Kasse, was sie an der Kombi reizt. Meistens kommt: "Marabou geht immer, und Biscoff kennt man halt." So ehrlich, so schwedisch.

Eine Revolution ist das nicht. Aber besser als viele limitierte Sorten, die nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Marabou Biscoff bleibt. Und wenn man sie nach drei Monaten wieder aus dem Regal zieht, ist sie immer noch so wie beim ersten Bissen.

Über Andreas

Andreas steckt hinter dem Naschhaus - und hinter jedem Produkt im Sortiment. Seit über 9 Jahren stellt er die Auswahl selbst zusammen, reist regelmäßig nach Schweden und entdeckt dort neue Highlights, Klassiker und Besonderheiten, die man in deutschen Onlineshops nur selten findet. In dieser Zeit hat er sich intensiv mit schwedischen Süßigkeiten beschäftigt, mit ihren Unterschieden, ihrer Qualität und den Fragen, die Kundinnen und Kunden ihm täglich im Laden in Berlin-Friedrichshain stellen. Schwedische Süßigkeiten sind für ihn kein gewöhnliches Sortiment, sondern echte Leidenschaft.

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