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9 Jahre Naschhaus: Schwedische Süßigkeiten in Berlin-Friedrichshain

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Neun Jahre Naschhaus: Wie schwedische Süßigkeiten nach Friedrichshain kamen

Ein paar Tage zu spät, aber von Herzen: Am 13. Mai 2026 ist das Naschhaus neun Jahre alt geworden. Neun Jahre schwedische Süßigkeiten in Friedrichshain, das klingt erstmal nach einer Zahl, fühlt sich aber nach viel mehr an. Nach Kisten voller Süßigkeiten, nach Stammkunden, die schon damals dabei waren, nach Kinderschminken am ersten Tag, nach dem ersten selbst zusammengestellten Schwedenregal und nach sehr vielen Gesprächen am Ladentisch.

Damals, 2017: Ein kleiner Laden, halb voll, ein bisschen improvisiert, mit viel Herz und noch mehr Neugier. Die Eröffnung? Pippi Langstrumpf war dabei, ein Clown sorgte draußen für Unterhaltung, Kinder wurden geschminkt und Eltern wunderten sich, was das denn für Lakritz war, das so ganz anders schmeckt als das aus dem Supermarkt. Der erste Tag war ein ziemliches Durcheinander. Aber ich weiß noch genau, wie sich das angefühlt hat, eine Mischung aus Aufregung, Erleichterung und dieser leisen Hoffnung, dass das hier vielleicht mehr werden könnte als nur ein Laden für Süßes.

Von der Schreinerstraße zur Wühlischstraße

Die Schreinerstraße war ein ruhiger Anfang. Es gab die Klassiker, Marabou, Fazer, Salzlakritz, ein paar Chips und natürlich das lose Lösgodis, für das die Schweden samstags Schlange stehen. Das Sortiment passte damals noch in ein paar Regale. Aber die Idee war schon da: Süßigkeiten, wie sie in Schweden zum Alltag gehören. Nicht einfach nur Haribo in anderen Tüten, sondern diese Mischung aus Überraschung, Kindheitserinnerung und dem Gefühl, dass Naschen auch ein bisschen Abenteuer sein kann.

Mit der Zeit wurde das Sortiment größer. Und irgendwann auch der Platz zu klein. Nach ein paar Jahren war klar: Das Naschhaus braucht eine neue Adresse. Seitdem steht der Laden in der Wühlischstraße 25, ein paar Minuten zu Fuß vom Boxhagener Platz, mitten im Kiez, mit mehr Trubel, mehr Laufkundschaft, mehr Leben vor der Tür. Die Wühlischstraße ist anders. Wer am Samstag nach dem Marktbesuch noch Lust auf was Süßes hat, bleibt oft an unserem Schaufenster hängen. Manchmal kommen Leute rein, die eigentlich nur am Boxi einen Kaffee holen wollten. Mit einer Naschtüte und Lakritz im Beutel gehen sie dann wieder raus.

Süßigkeiten, die bleiben (und manche, die wieder gehen)

In neun Jahren ist viel passiert. Das Sortiment ist heute ein ganz anderes Kaliber. Über 1.800 schwedische Süßigkeiten und Spezialitäten liegen inzwischen im Onlineshop und im Laden. Dass wir dabei nicht einfach alles kaufen, was irgendwie schwedisch klingt, sondern jedes Produkt selbst probieren, testen und mit den Kunden zusammen aussortieren, das macht den Unterschied. Manche Sorten werden sofort zu Klassikern. Andere verschwinden nach ein paar Monaten wieder aus dem Regal, weil sie einfach nicht zünden. Es gibt Produkte, die werden nur in Schweden geliebt. Andere erleben hier in Berlin plötzlich einen zweiten Frühling.

Ich mache den Einkauf immer noch selbst. Nicht als große Nummer, sondern weil ich wissen will, was da im Regal landet. Es gibt Artikelnummern, die ich blind aufsagen könnte, und Kundenwünsche, die ich im Kopf habe, weil sie jede Saison wieder auf den Tisch kommen. Lakritz, das schmerzt. Schokolade, die nach Schwedenurlaub schmeckt. Saure Zungen, bei denen ich nach drei Stück aufgegeben habe (kein Scherz). Die besten Sorten kommen meistens nicht aus dem Katalog. Sie entstehen aus Gesprächen mit Stammkunden oder weil jemand aus dem Team im Urlaub eine neue Lieblingssorte entdeckt hat.

Onlineshop: Von der ersten Bestellung bis zum Paketmarathon

Ungefähr ein Jahr nach der Ladeneröffnung kam der Onlineshop dazu. Am Anfang war das eher so ein Nebenprojekt. Die ersten Bestellungen waren kleine Sensationen. Ich weiß noch, wie sich die allererste Onlinebestellung angefühlt hat, als würde jemand das eigene Hobby plötzlich ernst nehmen. Inzwischen können an einem Tag auch mal 100 Pakete rausgehen. Aber das Gefühl, wenn eine neue Bestellung reinkommt, ist geblieben. Jede einzelne Bestellung ist immer noch ein kleiner Moment. Das klingt vielleicht altmodisch, aber ich glaube, das merkt man an der Art, wie wir die Sachen packen.

Wer mehr darüber wissen will, warum wir bei jeder Lieferung immer noch Herzklopfen haben, auch nach neun Jahren, findet hier einen eigenen Beitrag dazu.

Kiez, Kunden, Geschichten

Berlin-Friedrichshain ist nicht Schweden, aber manchmal fühlt es sich ein bisschen so an. Vor allem samstags, wenn der Boxhagener Platz voller Marktstände und Nachbarn ist. Viele kommen nach dem Einkauf noch vorbei. Mit Kindern, mit Hunden, mit Zeit oder einfach aus Neugier. Einige suchen gezielt nach Påskmust oder schwedischen Chips, andere lassen sich einfach treiben und stehen dann plötzlich vor einem Regal, das mehr Sorten Lakritz hat als der Supermarkt um die Ecke Bonbons.

Das Schönste sind die Geschichten hinter den Bestellungen. Manche Kunden suchen die eine Schokolade, die sie im Schwedenurlaub entdeckt haben. Es gibt auch die, die ihren Kindern zeigen wollen, was Lösgodis eigentlich ist, und wie sich das anfühlt, wenn man sich die eigene Mischung zusammenstellen darf. Bestellungen, bei denen man merkt, wie sehr jemand Schweden vermisst, kommen immer wieder vor. Und dann sind da noch die neugierigen Erstbesucher, die einfach mal probieren wollen, was hinter all dem Hype um Marabou, Fazer und Co. Steckt.

Was sich verändert hat und was nicht

Natürlich ist das Naschhaus heute professioneller als 2017. Die Abläufe sind klarer, der Versand läuft routinierter, das Sortiment ist breiter und spezieller. Aber der Kern hat sich nicht verändert. Es geht immer noch darum, neue Süßigkeiten zu entdecken, Kunden davon zu erzählen, und diesen Moment zu erleben, wenn jemand vor dem Regal steht und plötzlich wieder im Schwedenurlaub ist.

Der Laden ist kein anonymer Süßigkeitenversand. Die meisten Produkte landen nicht zufällig im Shop. Da steckt viel Probieren, Vergleichen, Bestellen, Wieder aus dem Sortiment nehmen und manchmal auch echtes Staunen drin. Manchmal gibt es Sorten, die erst verstanden werden, wenn man sie selbst probiert.

Wer genauer wissen will, wie das Sortiment heute aussieht, findet hier einen Überblick.

Neun Jahre, viele Momente

Neun Jahre Naschhaus, das ist für uns kein Selbstläufer. Ein kleiner Laden bleibt nur dann lebendig, wenn Menschen reinkommen, bestellen, weitererzählen, wiederkommen und neugierig bleiben. Genau dafür sagen wir Danke. Für jede Bestellung, jeden Besuch im Laden, jedes Gespräch am Regal und jedes „Ach, das kenne ich aus Schweden!"

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Wir freuen uns auf alles, was noch kommt. Auf neue Sorten, neue Lieblingsprodukte, volle Kartons, klebrige Finger, salzige Lakritzgesichter und viele weitere Jahre Naschhaus in Friedrichshain.

Über Andreas

Andreas steckt hinter dem Naschhaus - und hinter jedem Produkt im Sortiment. Seit über 9 Jahren stellt er die Auswahl selbst zusammen, reist regelmäßig nach Schweden und entdeckt dort neue Highlights, Klassiker und Besonderheiten, die man in deutschen Onlineshops nur selten findet. In dieser Zeit hat er sich intensiv mit schwedischen Süßigkeiten beschäftigt, mit ihren Unterschieden, ihrer Qualität und den Fragen, die Kundinnen und Kunden ihm täglich im Laden in Berlin-Friedrichshain stellen. Schwedische Süßigkeiten sind für ihn kein gewöhnliches Sortiment, sondern echte Leidenschaft.

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